Aachen: Freitag, 15.09.2017, 18.00 Uhr

Russland und der Westen

In den zurückliegenden Jahren hat sich das Verhältnis zwischen Russland und dem Westen deutlich verschlechtert und angespannt. Eine kurzfristige Deeskalation und Lösung ist derzeit nicht in Sicht.

Die russische Intervention in Syrien, die Annexion der Krim, der Konflikt in der Ukraine mit der bewaffneten Auseinandersetzung in der Ostukraine, die Wirtschaftssanktionen gegen Russland, die NATO-Osterweiterung, NATO-Manöver in Polen und im Baltikum sind nur einige Stichworte, die das verdeutlichen. Erschwert wird die Lage dadurch, dass auf keiner Seite von einer umfassenden, objektiven Berichterstattung ausgegangen werden kann.

Vor diesem Hintergrund ist die Frage drängend, wie das Verhältnis hin zu Entspannung, konstruktiver Zusammenarbeit und mehr gegenseitigem Vertrauen auf Dauer entwickelt werden kann. Das geht nicht ohne den Blick auf die gemeinsame Geschichte, um Erfahrungen, Positionen, Deutungen, Erwartungen und Ängste auf beiden Seiten besser zu verstehen.

Unterstützt von Experten wollen wir in der Tagung versuchen, die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen besser zu verstehen und über Perspektiven für eine Verbesserung ins Gespräch kommen.

Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen, August-Pieper-Haus, Leonhardstr. 18-20. 52064 Aachen

Leitung: Dr. Georg Souvignier

Referenten: Prof. Dr. Gerhard Simon, Köln, Vera Rogova, Frankfurt/M., Dr. Matthias Burchardt, Köln

Anmeldung: Bischöfliche Akademie, Leonhardstr. 18-20, 52064 Aachen

E-Mail: esther.schaeffter@bistum-aachen.de

Telefon: 0241/47996-29

Fax: 0241/47996-10

Anmeldefrist bis spätestens: 08.09.2017

Jülich: Dienstag, 14.11.2017 und 21.11.2017 jeweils 18.00-20.15 Uhr

Russland verstehen, geht das?

Deutschlands Beziehungen zu Russland sind von der Geschichte beider Länder stark geprägt. In einer Zeit wachsender Spannungen lohnt ein Blick zurück, um unterschiedliche große Linien zu erkennen, die bis heute auf beiden Seiten die Politik prägen.

1. Von Peter dem Großen bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges

In diese Zeit fällt der Aufstieg zur europäischen Großmacht, die Eroberung Sibiriens und Zentralasiens, die Oktoberrevolution und der Stalinismus. Die widersprüchliche Geschichte prägt bis heute auf unterschiedliche Weise das Land und seine Politik.

2. Die UdSSR/Russland als Weltmacht von Jalta bis zu den aktuellen Konflikten um die Ukraine und das Baltikum

Am Ende des Zweiten Weltkrieges ist die UdSSR die zweitgrößte Macht und ringt im Kalten Krieg mit den USA um die bestimmende Rolle in der Welt. Mit der Entwicklung der Atomwaffen beginnt ein dramatischer Rüstungswettlauf. Nach dem Zusammenbruch der UdSSR gibt der Westen die Perspektive des „Gemeinsamen Hauses Europa“ zugunsten einer Ausweitung der NATO auf.

3. Perspektiven für die Beziehungen des Westens zu Russland

Die Beziehungen des Westens zu Russland sind derzeit angespannt und die Konfliktfelder vielfältig. Zugleich scheidet ein großer Krieg als denkbare Konfliktlösung für alle Seiten aus, weil er die europäische Zivilisation zerstören würde. Welche Szenarien sind denkbar für die Zukunft der Beziehungen des Westens zu Russland?

Leitung: Elke Bennetreu

Referent: Otmar Steinbicker

Ort: Peter-Beier-Haus, Aachener Straße 13 a, Jülich

Anmeldung: Bischöfliche Akademie, Leonhardstr. 18-20, 52064 Aachen

Gebühr: 5 € pro Abend

Anmeldung erforderlich, EEB Tel. 02461/9966-0 oder eeb@kkrjuelich.de

Jülich: 27.11.2017 18.00-20.15 Uhr

Kann Militär Frieden schaffen?

Seit dem Kosovo-Krieg 1999 und dem Afghanistan-Krieg seit 2001setzt die Bundesregierung auf militärische Einsätze, um internationale Konflikte zu lösen. Können solche Konzepte funktionieren? Was kann Militär bewirken und wo gibt es Grenzen militärischer Handlungsmöglichkeiten? In welchem Zusammenhang oder in welchem Gegensatz stehen sie zur Suche nach politischen Friedenslösungen? Ist Krieg heute noch die "Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln", wie es der preußische Militärtheoretiker Carl von Clausewitz Ende des 18. Jahrhunderts formulierte?

Darüber diskutieren aus militärischer und aus pazifistischer Sicht

Florian Kling, Hauptmann der Bundeswehr, Jugendoffizier, Sprecher der kritischen Soldatenvereinigung "Darmstädter Signal"

und

Otmar Steinbicker, Journalist, Herausgeber des Aachener Friedensmagazins aixpaix.de, seit 48 Jahren in der Friedensbewegung aktiv.

Florian Kling gehört der kritischen Soldatenvereinigung „Darmstädter Signal“ an. Sie wurde 1983 von Offizieren der Bundeswehr gegründet, die sich damals angesichts der drohenden Stationierung atomarer Mittelstreckenraketen an die Seite der Friedensbewegung stellten. Ihr gehören heute aktive und ehemalige Soldaten und Offiziere an, die nicht nur die Auslandseinsätze der Bundeswehr kritisch sehen.

Leitung: Elke Bennetreu

Referenten: Otmar Steinbicker, Journalist / Florian Kling, Hauptmann der Bundeswehr / Pfarrer i.R. Klaus Kenke (Synodalbeauftragter für Frieden im KK Jülich, angefragt.

Ort: Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Düsseldorfer Straße 30, Jülich

Anmeldung: Bischöfliche Akademie, Leonhardstr. 18-20, 52064 Aachen

Gebühr: 5 €

Anmeldung erforderlich, EEB Tel. 02461/9966-0 oder eeb@kkrjuelich.de


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