Erfolg für Aachener Friedenspreisträger Roy Bourgeois

Nicaragua schickt keine Soldaten mehr nach Fort Benning

Roy Bourgeois (2. v. links) mit Daniel Ortega (3.v.l.) und Mitgliedern der SOAW-Delegation.

06.09.2012 - Der Präsident Nicaraguas, Daniel Ortega, hat entschieden, keine nicaraguanischen Soldaten mehr an die “School of the Americas” in Fort Benning (USA) zu senden.

Ortega traf seine Entscheidung unmittelbar nach einem Treffen mit dem Aachener Friedenspreisträger Roy Bourgeois und einer Delegation der US-Friedensorganisation SOA Watch. Nicaragua ist nach Venezuela, Uruguay, Argentinien, Bolivien und Ecuador, das sechste lateinamerikanische Land das keine Soldaten mehr zur Ausbildung nach Fort Benning schickt.

Roy Bourgeois, der 2005 den Aachener Friedenspreis erhielt, setzt sich seit mehr als 30 Jahren aktiv von unten und unter großen persönlichen Opfern für Frieden und Menschenrechte ein. Seit 1980 ist sein persönlicher Schwerpunkt die Organisation von Protestaktionen gegen das Training lateinamerikanischer Soldaten (u.a. für Folterungen) an der Militärschule in Fort Benning (US-Bundesstaat Georgia). Seine Teilnahme an gewaltfreien Protestaktionen gegen diese Militärschule brachte ihm vier Jahre Haft in USA-Gefängnissen ein.

Roy Bourgeois und die von ihm gegründete Organisation „School of the Americas Watch“ (SOAW) wurden 2010 vom American Friends Service Committee für den Friedensnobelpreis nominiert.

aixpaix-Herausgeber Otmar Steinbicker gratulierte Roy Bourgeois und der US-Friedensorganisation SOA Watch herzlich zu diesem bedeutenden Erfolg.


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