Kolumbien

Soziale Organisationen fordern beidseitigen Waffenstillstand

Zunehmende militärische Bodenoffensiven gegen die FARC, die sich einseitig im Waffenstillstand befindet, gefährden die Friedensgespräche der Regierung mit dieser Guerilla. Diese Besorgnis äußert pax christi – Deutsche Sektion e.V. zusammen mit 130 Organisationen der internationalen Zivilgesellschaft in einem offenen Brief vom 19.11.2015.

Wir fordern die kolumbianische Regierung auf zu deeskalierende Maßnahmen und einem beidseitigen Waffenstillstand sowie zum Schutz der Zivilbevölkerung nach internationalem Humanitärem Völkerrecht.

Die pax christi-Kommission „Solidarität Eine Welt“ steht im Kontakt mit dem kolumbianischen Sozialen Observatorium (Veeduría Social), zu dem mehrere große Friedensnetzwerke und Zusammenschlüsse sozialer Organisationen, u. a. die Sozialpastoral gehören. Diese beklagen, dass die zunehmenden Militärangriffe den seit Juli einseitigen Waffenstillstand der FARC bedrohen und im Widerspruch zu der in Havanna angekündigten Deeskalation des Krieges und der Beschleunigung des Friedensprozess stehen.

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Friedensgemeinde San José de Apartadó (Kolumbien)

Friedliche Insel mitten im Krieg

Der Logik des Bürgerkriegs verweigert sich die Friedensgemeinde von San José de Apartadó. Seit 1995 pocht die aus rund 220 Familien bestehende Dorfgemeinschaft in Kolumbien auf ihr Recht auf Neutralität. Von den kriegführenden Akteuren wird das nicht respektiert, doch die internationale Solidarität hat den Bauern neue Perspektiven eröffnet.

Der Eingang zur Friedensgemeinde. Fotos: pbi

Schweißperlen schimmern auf der Stirn von Bernardo Gómez als er die Hochebene erreicht. Ein letztes Mal treibt er die Mulis an, die allerlei Güter für La Unión, ein abgelegene Dorf im Hinterland der kolumbianischen Bananenregion Urabá, tragen. Dann taucht das Gatter auf, das den Eingang zur Comunidad de Paz San José de Apartadó markiert. Daneben steht ein großes buntes Blechschild mit dem Symbol der Friedensgemeinde von San José de Apartadó - der zwischen den grünen Hügeln aufgehenden Sonne. Neben dem Symbol sind in dicken schwarzen Lettern die fünf Regeln aufgeführt, die in La Unión genauso wie in den anderen Dörfern und Weilern gelten, die sich zur Friedensgemeinde zusammengeschlossen haben.

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