Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienst- gegnerInnen (DFG-VK) NRW

Friedensfahrradtour durch NRW

Friedensfahrradtour 2014

29.07.2015 – Unter dem Motto „Für Frieden, atomare Abrüstung und ein ziviles Europa“ organisiert die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienst- gegnerInnen (DFG-VK) NRW vom 1. bis 9. August eine Friedensfahrradtour, die in Münster beginnt und zum einzigen deutschen Atomwaffenstandort in Büchel (Eifel) führt.

In 15 Städten wollen die Friedensradler mit Aktionen zum Gedenken an den 70. Jahrestag der Atombobenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki, mit Diskussionsveranstaltungen und Kundgebungen vor Militäreinrichtungen für die Ächtung aller Atomwaffen werben und Alternativen zur Militärpolitik von Bundeswehr und NATO aufzeigen. Neben mehreren tausend Flugblättern, die unterwegs verteilt werden, sammeln die Radler auch Unterschriften für eine „Friedenserklärung“, mit der unter dem Titel „Wir weigern uns, Feinde zu sein und andere Menschen zu töten!“ u.a. die Beendigung der Rüstungsexporte und die Abschaffung von Bundeswehr und Militär gefordert wird. Die Tour findet in Kooperation mit dem Forum Ziviler Friedensdienst und der Agenda21 Ratingen statt und erfährt Unterstützung vor Ort durch Ortsgruppen der DFG-VK, lokale Friedensbündnisse und andere Gruppierungen wie etwa attac.

Im Zeichen des Ukrainekonflikts stehen die Kundgebungen vor dem Deutsch-Niederländischen Korps, der „NATO-Speerspitze gegen den Osten“ in Münster, und der NATO-Kommandozentrale in Kalkar. Dazu erklärte Joachim Schramm, NRW-Geschäftsführer der DFG-VK und Leiter der Fahrradtour: „Statt einer neuen Drohpolitik brauchen wir eine neue Entspannungspolitik auf der Grundlage gleicher Sicherheit für alle und mit gleichberechtigten, gegenseitig geachteten Partnern.“ Deswegen, so Schramm weiter, sei es auch „höchste Zeit“, die jederzeit einsetzbaren US-Atomwaffen, die noch in Büchel stationiert sind, „endgültig aus Deutschland abzuziehen. Über 100 Staaten haben sich aktuell verpflichtet, sich für ein Atomwaffenverbot einzusetzen. Deutschland muss sich diesen Staaten anschließen.“

Eine gleichzeitig am US-Stützpunkt Grafenwöhr gestartete Friedensfahrradtour der DFG-VK Bayern vereint sich ab Koblenz mit den NRW-Radlern. Abschließender Höhepunkt wird am 9. August, dem Nagasaki-Jahrestag, die gemeinsame Teilnahme am „Fastenbrechen“ sein, dem Ende einer Fastenaktion am Atomwaffenstandort Büchel, mit der kirchliche und andere Gruppen für die Abschaffung aller Atomwaffen demonstrieren.

Der genaue Verlauf der Friedensfahrradtour NRW und weitere Infos


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