Weltuntergangsuhr vorgestellt

30 Sekunden näher am Weltuntergang

27.01.2017 – Nach der Wahl von Donald Trump als neuem US-Präsident haben die Wissenschaftler der „Bulletin of Atomic Scientists“ (BAS) entschieden: Die Gefahr eines Weltuntergangs ist gestiegen, vor allem aufgrund von Atomwaffen und dem Klimawandel.

Seit Anfang 2015 stand die so genannte Weltuntergangsuhr (englisch: Doomsday Clock) bei drei Minuten vor Zwölf. Diese Uhr soll zeigen, wie nah die Welt am Abgrund steht. Nun wurde der Zeiger der Uhr auf 2 ½ Minuten vor 12 vorgerückt. Das erste Mal seit 64 Jahren, dass die Uhr so nah an Mitternacht steht.

Die IPPNW teilt die Einschätzung, die Uhr vorzurücken, und äußert große Besorgnis, dass die globalen Bedrohungen weiter gestiegen sind. Die Ärzteorganisation fordert den neuen Außenminister Sigmar Gabriel auf, sich dringend für ein Atomwaffenverbot stark zu machen.

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Europäisches Parlament für Verhandlungen zum Atomwaffenverbot

UN-Mehrheit setzt Verhandlungen zum Atomwaffenverbot durch

Donnerstagnacht stimmte in New York die überwältigende Mehrheit der Staatengemeinschaft im Ersten Ausschuss der UN-Generalversammlung für die Aufnahme von Verhandlungen über ein Atomwaffenverbot noch im Jahr 2017.

123 Staaten votierten für Resolutionsentwurf L.41 und somit für das Mandat, bereits im März, Juni und Juli eine entsprechende UN-Konferenz einzuberufen. 38 Staaten, angeführt von Russland, den USA und den meisten NATO-Staaten stimmten dagegen, 16 Staaten enthielten sich der Stimme.

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Bundesregierung soll Atomwaffen in Deutschland verbieten

Gesundheitsorganisationen fordern weltweites Atomwaffenverbot

26.09.2016 – Acht Gesellschaften, Verbände und Organisationen aus dem Gesundheitswesen haben heute einen Appell an die Bundesregierung veröffentlicht. Unter dem Titel „Eine Welt ohne Atomwaffen ist eine Frage der Humanität“ fordern sie „die bestehende Stationierung von Atomwaffen in Deutschland umgehend zu verbieten“.

Die Bundesregierung solle sich „ab sofort in allen internationalen Gremien aktiv für die Verhandlung eines weltweiten Atomwaffenverbotes einsetzen“. Diese Forderungen leiten sich aus der Verantwortung der im Gesundheitswesen Tätigen für das Wohlergehen ihrer PatientInnen ab. Ein gewollter oder versehentlicher Einsatz von Atomwaffen würde das Überleben der gesamten Menschheit bedrohen.

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Ärztliche Friedensorganisation IPPNW

Die USA müssen mit Kim Jong-un verhandeln

5. Atomtest in Nordkorea

09.09.2016 – Um 9:30 Uhr Ortszeit (00:30 UTC) zündete Kim Jong-un Nordkoreas fünfte Atombombe. Die CTBTO (Atomteststoppvertrag-Organisation) meldete seismische Aktivitäten mit 5,3 auf der Richterskala auf dem Testgelände Pyunggye-ri.

Die deutsche Sektion der IPPNW verurteilt diesen und jeden Atomtest, der gegen das weltweite Atomwaffentest-Moratorium verstößt. Die Ärzteorganisation fordert die USA auf, umgehend mit Nordkorea zu verhandeln, um die weitere Entwicklung des nordkoreanischen Atomwaffenarsenals und eine Rüstungsspirale in der Region zu verhindern.

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Ärztliche Friedensorganisation IPPNW

Atomwaffen im türkischen Incirlik nicht sicher

Forderung nach Ende der nuklearen Teilhabe

05.08.2016 – Zu den Jahrestagen von Hiroshima und Nagasaki ruft die ärztliche Friedensorganisation IPPNW die NATO-Staaten und Russland auf, ihre Politik der nuklearen Abschreckung zu beenden, sich an der Humanitären Initiative zu beteiligen und Atomwaffen zu verbieten und abzuschaffen.

Der kürzlich versuchte Militärcoup in der Türkei hat erneut die Frage aufgeworfen, wie sicher US-Atomwaffen in Incirlik oder anderswo in Europa wirklich sind. Eine noch wesentlichere Frage ist, wie Atomwaffen überhaupt als Garanten von Sicherheit wahrgenommen werden können, wenn sie doch in der Tat die größte Bedrohung der Menschheit darstellen.

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Erklärung des pax christi-Präsidenten Bischof Heinz Josef Algermissen, Fulda, anlässlich des 71. Jahrestages der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki

Atomwaffen abschaffen!

03.08.2016 – 71 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki und angesichts des anhaltenden Risikos einer nuklearen Katastrophe drängt die katholische Friedensbewegung pax christi fortwährend auf eine generelle Abschaffung aller Atomwaffen.

Dabei wissen wir uns eins mit der Friedensbotschaft der Päpste und mit der überwältigenden Mehrheit der deutschen Bevölkerung, die einer Forsa-Umfrage vom 21.03.2016 zufolge zu 93 Prozent dafür eintritt, dass Atomwaffen, ähnlich wie chemische und biologische Waffen, völkerrechtlich verboten werden sollen.

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Ärzteorganisation IPPNW

Politik der nuklearen Abschreckung ist eine Provokation

20. Jahrestag des Rechtsgutachtens zu Atomwaffen – 200 Städte protestieren mit Flaggen

08.07.2016 – Zeitgleich zum heutigen Beginn des NATO-Gipfels in Warschau jährt sich das Rechtsgutachten zu Atomwaffen des Internationalen Gerichtshofes (IGH) zum 20. Mal.

Am 8. Juli 1996 verkündete der IGH, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen grundsätzlich gegen das Völkerrecht verstoßen. Die ärztliche Friedensorganisation warnt anlässlich des Jahrestages vor einem Rückfall in die nukleare Eskalationspolitik des "Kalten Krieges" und ruft erneut zu einem weltweiten Verbot aller Atomwaffen auf. Die Bundesregierung solle die völkerrechtswidrige Stationierung von Atomwaffen in Deutschland beenden und sich für einen Prozess für ein Atomwaffenverbot einsetzen, so die Ärzteorganisation.

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Ärzteorganisation ruft Obama auf, seine Vision einer atomwaffenfreien Welt voranzutreiben

Ärzteorganisationen rufen zum Verbot von Atomwaffen auf

Im Vorfeld des morgigen Besuches von Präsident Barack Obama in Hiroshima rufen ihn die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs (IPPNW) dazu auf, einen ersten konkreten Schritt zur Verwirklichung seiner Vision einer atomwaffenfreien Welt zu machen.

„Die Anerkennung, dass die inakzeptablen humanitären Folgen von Atomwaffen ihre Ächtung und Abschaffung dringend notwendig machen, wäre zum jetzigen Zeitpunkt ein wichtiges Signal“, sagt Dr. Alex Rosen, stellvertretender Vorsitzender der IPPNW Deutschland.

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UN-Arbeitsgruppe nimmt Gespräche über rechtliche Schritte zur Abrüstung auf

Ärzteorganisationen rufen zum Verbot von Atomwaffen auf

Führende internationale medizinische Organisationen legen heute zum Start der zweiwöchigen Sitzung einer UN-Sonderarbeitsgruppe medizinische und wissenschaftliche Fakten zu den Folgen eines Einsatzes von Atomwaffen vor.

Vor diesem Hintergrund sprechen sie sich für ein Verbot und die Eliminierung der Massenvernichtungswaffen aus. Angesichts der existentiellen Gefahr, die sie darstellen, sei die Ächtung von Atomwaffen die einzige mögliche Handlungsoption.

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Forsa-Umfrage

Überwältigendes Votum für Abzug und Verbot von Atomwaffen

Friedensorganisationen starten neue Kampagne „Büchel ist überall – atomwaffenfrei.jetzt“

Eine überwältigende Mehrheit von 85 Prozent der Bundesbürger spricht sich dafür aus, dass die auf deutschem Boden gelagerten Atomwaffen abgezogen werden. 93 Prozent befürworten nach der neuesten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa, dass Atomwaffen, ähnlich wie Chemie- und Biowaffen, völkerrechtlich verboten werden sollen. 88 Prozent sprechen sich dagegen aus, dass die USA die in Deutschland gelagerten Atomwaffen durch neue und einsatzfähigere Waffen ersetzen, wie es für das Jahr 2020 geplant ist.

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Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN)

Finanzierung von Atomwaffen auf Platz eins der medial vernachlässigten Themen

Deutschlandfunk und die Initiative Nachrichtenaufklärung haben am Mittwoch die Top 10 der Themen präsentiert, über die 2015 in den Medien nicht ausreichend berichtet wurde. Die Finanzierung von Atomwaffen belegte dabei den ersten Platz: Zwar investieren deutsche Finanzinstitute immer noch im großen Stil in Konzerne, die in die Herstellung, Entwicklung und Instandhaltung von Atomwaffen verwickelt sind. Trotzdem taucht dieses Thema in den Nachrichten so gut wie gar nicht auf. Dies macht es den betreffenden Akteuren umso leichter, weiterhin auf Kosten der Sicherheit von Mensch und Umwelt Profite zu machen.

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Vierter Atomwaffenversuch seit 2006

IPPNW verurteilt Atomtest Nordkoreas

Laut der Wiener Organisation für den Atomteststoppvertrag CTBTO fand heute um 1:30 UTC (2:30 MEZ) ein ungewöhnliches seismisches Ereignis in Nordkorea statt, bei dem es sich vermutlich um einen Atomtest handle. Nordkorea behauptet, erfolgreich eine Wasserstoffbombe getestet zu haben.

Die Ärzteorganisation IPPNW verurteilt den Atomtest als Verstoß gegen die universell akzeptierten Normen eines umfassenden Verbots von Nuklearwaffenversuchen, zu dem sich bisher 183 Länder vertraglich verpflichten. Jeglicher Atomtest bedeute eine schwere radioaktive Belastung für die Umwelt und eine Gefährdung des Weltfriedens, so die IPPNW.

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30 Jahre Friedensnobelpreis für die IPPNW

Drei Minuten vor Zwölf – Die Gefahr eines Atomkrieges bleibt bestehen

10.12.2015 – Vor 30 Jahren haben die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) den Friedensnobelpreis erhalten für die Aufklärung der Öffentlichkeit über die Gefahren eines Atomkrieges für Leben und Gesundheit der Menschen.

Bedrohten sich die Weltmächte damals noch mit mehr als 60.000 Atomwaffen, so ist deren Zahl heute auf unter 16.000 gesunken. Dennoch ist die Gefahr des Einsatzes einer Atombombe heute wieder so groß wie damals. Die Atomkriegsuhr der Zeitschrift „Bulletin of the Atomic Scientists“ steht heute wie 1985 auf drei Minuten vor Zwölf. Die Kombination von Klimawandel, nuklearer Aufrüstung durch Modernisierung und einem Stillstand der Abrüstung erhöhen die Gefahr eines Atomkrieges, begründeten die Wissenschaftler Anfang 2015, als sie die Uhr neu einstellten.

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Studie „Don’t Bank on the Bomb“

Immer mehr Finanzinstitute lassen die Bombe fallen

12.11.2015 – Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW begrüßt, dass weltweit 53 Finanzunternehmen Investitionen in die Produktion von Atomwaffen verboten oder reduziert haben. Das sind 150 Prozent mehr Banken und Versicherungen als im Vorjahr.

Das ist das Ergebnis der vierten Ausgabe der Studie „Don't Bank on the Bomb“, die die niederländische Friedensorganisation PAX heute veröffentlicht hat. Diese Steigerung macht die wachsende Stigmatisierung von Atomwaffen deutlich, deren Einsatz katastrophale humanitäre Folgen für die gesamte Menschheit hat. Trotzdem listet der Bericht noch 382 Banken, Versicherungen und Rentenfonds auf, die seit Januar 2012 fast 500 Milliarden US-Dollar für die Produktion für nukleare Waffensysteme zur Verfügung gestellt haben.

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Internationaler Tag gegen Atomtests, 29. August

IPPNW: Atomteststoppvertrag muss endgültig in Kraft treten

28.08.2015 – Die deutsche Sektion der IPPNW unterstützt die Bemühungen von Bundesaußenminister Frank-Walter, die acht Staaten, die den Atomteststoppvertrag bisher nicht unterzeichnet haben, zur Ratifizierung zu drängen.

Vor allem müsse Steinmeier jedoch die USA in die Pflicht nehmen, dem Vertrag im US-Kongress zuzustimmen. Der damalige US-Präsident Bill Clinton hatte den Atomteststoppvertrag 1996 unterschrieben. Seitdem weigert sich der US-Kongress aber, den Vertrag zu ratifizieren. Sollte der Vertrag in den USA in Kraft treten, könnten auch China, Indien, Israel, Nordkorea und Pakistan folgen, die bisher ebenfalls noch nicht ratifiziert haben. Auch Iran und Ägypten müssen noch zustimmen, bevor der Vertrag in Kraft treten kann. Die Parlamente der anderen Atomwaffenstaaten in Russland, Großbritannien und Frankreich haben dem Vertrag bereits zugestimmt.

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70. Jahrestage der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki

Katastrophale humanitäre Folgen dauern an

30.07.2015 – Anlässlich der 70. Jahrestage der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki erinnert die ärztliche Friedensorganisation IPPNW an die verheerenden humanitären Folgen der Angriffe, die bis zum heutigen Tag andauern.

Die MedizinerInnen appellieren an die Bundesregierung, die „Humanitäre Selbstverpflichtung“ (Humanitarian Pledge) zu unterzeichnen, die konkrete rechtliche Schritte zu einer weltweite Ächtung von Atomwaffen fordert. „Es ist im Interesse des Überlebens der Menschheit, dass Atomwaffen unter keinen Umständen wieder eingesetzt werden,“ heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die bislang von 159 Staaten unterzeichnet wurde.

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Trägerkreis „Atomwaffen abschaffen - bei uns anfangen“ zum Iran-Atom-Abkommen

Atomwaffen: Weiterbreitung verhindern, Abrüstung vorantreiben

14.07.2015 – Der deutsche Trägerkreis „Atomwaffen abschaffen - bei uns anfangen“ begrüßt das heute abgeschlossene »Iran-Atom-Abkommen«. Nun müssen die von allen Mitgliedsländern des Atomwaffensperrvertrages im Jahr 2010 vereinbarten Bemühungen um einen massenvernichtungswaffenfreien Nahen Osten unter Einbeziehung Israels baldmöglichst wieder aufgenommen werden.

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70 Jahre Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki

Gedenken reicht nicht – atomwaffenfrei.jetzt!

13.07.2015 – Die Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki jähren sich 2015 zum 70. Mal. Diese Jahrestage mahnen, alles uns Mögliche zu tun, damit solche Tragödien sich nicht wiederholen.

Deutschland gehört noch nicht zu den 159 Staaten, die sich in einer UN-Erklärung für die Ächtung des Einsatzes von Atomwaffen unter allen Umständen ausgesprochen haben. Ebenso wenig gehört Deutschland zu den 108 Staaten, die – mit Österreich als Vorreiter – einen völkerrechtlichen Verbotsvertrag vorantreiben wollen.

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IPPNW

Die Gefahr einer atomaren Eskalation steigt

18.06.2015 – Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW appelliert angesichts des verbalen Säbelrasselns im Konflikt zwischen Russland und der NATO an Außenminister Steinmeier, sich für die Sicherung der bestehenden „Grundpfeiler der europäischen Sicherheit“, insbesondere der NATO-Russland-Grundakte, sowie der KSE- und INF-Verträge einzusetzen. Die IPPNW ist zutiefst besorgt, dass diese Grundpfeiler weiter erodieren.

Die USA kündigten den ABM-Vertrag zur Begrenzung von Raketenabwehrsystemen bereits im Jahr 2001. Der Vertrag zu den konventionellen Streitkräften in Europa (KSE-Vertrag) wurde im März 2015 seitens Russlands aufgrund der Verlegung von 3.000 US-Soldaten und mehreren Hundert Kampffahrzeugen ins Baltikum suspendiert. Die neuesten NATO-Überlegungen, schwere militärische Geräte im Baltikum zu stationieren, verstoßen gegen die NATO-Russland-Grundakte, die eine Vereinbarung enthält, eine Aufrüstung in Mittel- und Osteuropa zu verhindern.

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Campaign for Nuclear Disarmament

Opposition to US nukes on British soil

23.05.2015 – CND has slammed Pentagon plans to scrap a Cold war-era treaty and deploy nuclear missiles in Europe. Reports emerged over the weekend that the US government is considering this option as part of a review of its policy towards Russia in response to the situation in Ukraine.

In response, the UK Foreign Secretary Philip Hammond did not rule out these weapons coming to Britain.

CND General Secretary Kate Hudson said:

„Frankly, these proposals are a disaster, which would risk the lives of millions of people. The US government seems intent on harking back to Cold War means of resolving their disputes, rather than pursue diplomatic methods.

We welcome Hammond's note of caution yesterday, when he warned against making ‚unnecessary provocations‘ against Russia, highlighting that Moscow has a 'sense of being surrounded and under attack'. Now he needs to categorically rule out hosting US nukes.

The UK government needs to remember the huge protests of the 1980s against bringing US cruise missiles to Britain – including demonstrations of hundreds of thousands of people and peace camps at Greenham Common and elsewhere. A majority of the British people do not even want us to have nuclear weapons ourselves, let alone receive new American ones which will put us on the front line in any future US conflict. CND and its supporters will forcefully object and resist any attempt to bring US nuclear missiles here.“

Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN)

Atomwaffenkonferenz in New York gescheitert

23.05.2015 – Nach intensiven Verhandlungen ist die Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags (NPT) gestern Abend in New York ohne Einigung zu Ende gegangen. Dessen ungeachtet haben sich am Ende der Konferenz 107 Regierungen dazu verpflichtet, für ein Verbot und die vollständige Vernichtung von Atomwaffen einzutreten und sich dem „Humanitarian Pledge“ angeschlossen. Die Bundesregierung hat sich verweigert, diese Initiative ebenfalls zu unterstützen.

Die USA und Großbritannien haben überraschend offen erklärt, dass sie die Konferenz als gescheitert betrachten. Grund dafür sei, dass man sich nicht über die bereits lang geplante Konferenz zur Schaffung einer Zone frei von Massenvernichtungswaffen im Nahen und Mittleren Osten einigen konnte. Israel hat maßgeblich dazu beigetragen, eine Übereinkunft im Verhandlungsprozess zu verhindern. Zwar ist das Land nicht Vertragspartei im NPT, war in diesem Jahr aber zum ersten Mal als Beobachterstaat dabei.

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Modernisierung der Atomwaffen in Büchel

Wird ein auf Europa begrenzter Atomkrieg wieder denkbar?

04.05.2015 – Mit völlig modernisierten Atomwaffen in Büchel/Eifel und anderswo in Europa entsteht erstmals seit den 1980er Jahren eine Konstellation, die einen Atomkrieg in Europa möglich erscheinen lässt. Die Bundesregierung beteiligt sich an diesem gefährlichen Projekt.

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit planen die USA die verharmlosend „Modernisierung“ genannte Stationierung neuester Atomwaffen (B 61-12) in Europa. Mit diesen Atombomben, neuen strategischen Nuklearwaffen, zielgenauen konventionellen Hyperschallwaffen und dem Ausbau des Raketenabwehrsystems wird eine bedrohliche Erstschlagskapazität gegenüber Russland aufgebaut: ein Szenario, bei dem im Kriegsfall das US-Territorium verschont und der Nuklearkrieg auf Europa begrenzt werden soll. Die USA hatten den ABM-Vertrag zur Begrenzung von Raketenabwehrsystemen einseitig gekündigt. Nach dem Vorwurf, Russland habe den INF-Vertrag verletzt, wird in den USA die Stationierung neuer nuklearer Mittelstreckenwaffen in Europa, sogar in den neuen östlichen NATO-Staaten, erwogen. Auch Russland reagiert mit der Modernisierung seiner Nuklearwaffen. Das Grundrechtekomitee fordert, statt des Aufbaus neuer Drohkulissen die aktuell beschädigten Dialog-Strukturen zwischen NATO und Russland wiederzubeleben und Wege neuer politischer Annäherung zu suchen.

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Kampagne atomwaffenfrei.jetzt

Bundesregierung soll sich stärker für die atomare Abrüstung einsetzen

23.04.2015 – Die Kampagne atomwaffenfrei.jetzt, die von 50 Organisationen und Gruppen getragen wird, ruft die Bundesregierung auf, anlässlich des Beginns der vierwöchigen Konferenz in New York zur Überprüfung des Atomwaffensperrvertrags am kommenden Montag mutiger für die atomare Abrüstung einzutreten.

Der Antrag der großen Koalition, der am Freitag debattiert wird, enthält keine konkreten Forderungen für Abrüstungsschritte, die die Bundesregierung unternehmen kann, sondern beschränkt sich auf vage Formulierungen und Wunschäußerungen. Der Schwerpunkt des Antrags liegt vor allem auf der Nichtverbreitung von Atomwaffen.

Die Kampagne fordert die deutsche Bundesregierung auf, sich bei der Konferenz in New York, nicht nur für eine Fortschreibung des im Abschlussdokument enthaltenen Aktionsplans von 2010 einzusetzen, sondern sich deutlich gegen die Modernisierung und für eine Ächtung der Atomwaffen auszusprechen und sich der österreichischen Initiative Austrian Pledge anzuschließen. Mit dem Austrian Pledge verpflichten sich Staaten, die sogenannte Rechtslücke für das Verbot und die Eliminierung von Atomwaffen vertraglich zu schließen.

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Protest in Berlin und Büchel gegen US-Atomwaffen in Deutschland

Atomwaffen wieder auf die politische Agenda setzen!

25.03.2015 – Vor fünf Jahren, am 26. März 2010, verabschiedete der Deutsche Bundestag eine überparteiliche Resolution, in der der Abzug der verbliebenen US-Atomwaffen aus Deutschland gefordert wurde. Morgen werden einem Vertreter des Bundesverteidigungsministeriums um 15 Uhr rund 2.500 Unterschriften für ein atomwaffenfreies Deutschland übergeben, die in den letzten Monaten gesammelt wurden.

Zugleich beginnt vor den Zufahrtstoren des Atomwaffenstandortes in Büchel eine 65 Tage anhaltende Dauerpräsenz. Die Initiative "büchel65" kündigt Blockaden des Fliegerhorsts Büchel in der Südeifel an. An möglichst vielen der 65 Tage werden unterschiedliche Gruppen aus dem gesamten Bundesgebiet den reibungslosen Verkehr durch gewaltfreie Blockaden behindern. Damit soll der Forderung nach einem sofortigen Abzug der US-Atomwaffen Ausdruck verliehen werden. Die Gruppen halten in der Tradition des Zivilen Ungehorsams begrenzte Regelüberschreitung für notwendig. „Wenn das Parlament in dieser Frage ohnmächtig ist, braucht es den Druck von der Straße“, so IPPNW-Arzt Ernst-Ludwig Iskenius, der die Aktion mit vorbereitet.

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IPPNW: Wissenschaftler mahnen zu Recht

Weltuntergangsuhr: Nur noch drei Minuten vor Zwölf

23.01.2015 – Der Vorstand der weltrenommierten Zeitschrift „Bulletin of Atomic Scientists“ (BAS) hat die so genannte Weltuntergangsuhr (Doomsday Clock) neu gestellt: Es ist jetzt drei Minuten vor Zwölf.

Das letzte Mal, dass die Gefahr eines Weltuntergangs so hoch eingeschätzt wurde, war 1984 – als die Beziehung zwischen den beiden Supermächten USA und Sowjetunion einen Tiefpunkt erreicht hatte. Die Begründung der Uhrumstellung: Der Klimawandel und das neue atomare Wettrüsten bedrohen das Leben auf der Erde in einem neuen Ausmaß. Die deutsche Sektion der IPPNW begrüßt die Mahnung der Wissenschaftler und appelliert an die Bundesregierung, entschieden gegen die genannten Gefahren vorzugehen. Dazu gehöre die geplante Stationierung von modernisierten B61-Bomben in Deutschland abzulehnen.

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Offener Brief an den SPD-Fraktionsvorstand

Friedensorganisationen rufen SPD auf, Modernisierung von Atomwaffen abzulehnen

16.06.2014 – Die Kooperation für den Frieden, die deutsche IPPNW-Sektion, die Kampagnen atomwaffenfrei.jetzt, ICAN und Atomwaffen – ein Bombengeschäft sowie der deutsche Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes und die DFG-VK haben heute einen offenen Brief an den SPD-Fraktionsvorstand veröffentlicht. Darin wird die SPD aufgerufen, dezidiert Stellung zu beziehen gegen die Stationierung neuer Atombomben in Deutschland.

Am 27. Mai 2014 zitierte die Rheinische Post die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Laut Plenarprotokoll vom 2. April 2014 erklärte der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Ralf Brauksiepe, dass die Bundesregierung keine Verhandlungen führt über das Modernisierungsvorhaben der US-Atombomben, die in Deutschland im Rahmen der technischen nuklearen Teilhabe der NATO stationiert sind. Die Bundesregierung vertritt die Ansicht, die Entscheidung über die Modernisierung sei allein Sache der US-Regierung.

In dem Brief der Organisationen der Friedensbewegung hieß es dagegen: In unseren Augen darf diese Entscheidung nicht nur von der US-Regierung gefällt werden. Die Bundesregierung muss dieser Stationierung zustimmen oder sie ablehnen. Wegen der politischen Brisanz einer Zustimmung, die gegen den mehrheitlichen Willen der deutschen Bevölkerung verstößt, sollte mindestens der Bundestag zu dieser Frage konsultiert werden.

Der Brief im Wortlaut

Interview mit Giorgio Franceschini (HSFK)

Was taugt der Atomteststopp, wenn er nicht die Trägersysteme einschließt?

Giorgio Franceschini

16.05.2012 – Mit Giorgio Franceschini, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK), sprach aixpaix-Herausgeber Otmar Steinbicker am Rand des Kongresses "Friedenskultur 2012" über das heikle Thema der Modernisierung von Atomwaffen.

aixpaix.de: Einer der aktuell stark diskutierten Aspekte in der Atomwaffendebatte ist die Frage der Modernisierung der Atomwaffen, vor allem der Atomwaffen der USA. Was ist der Stand der Dinge?

Giorgio Franceschini: Die Entwicklungen im amerikanischen Nuklearwaffenkomplex der ersten beiden Jahrzehnte nach dem Kalten Krieg waren vielschichtig. Quantitativ hat sich das Arsenal seit Ende des Kalten Krieges um etwa ein Viertel verkleinert, bei gleichzeitiger Reduzierung der Kernwaffentypen um den Faktor drei. Das Atomwaffenpotential der USA stammt noch aus dem Kalten Krieg. Die Pläne neuartige Kernwaffen zu bauen sind gescheitert. Der „neueste“ amerikanische Sprengkopf ist nach wie vor der in den 1980er Jahren entwickelte W88.

aixpaix.de: Weil es de facto einen Teststopp für Atomsprengköpfe gibt?

Giorgio Franceschini: Ja, aber wir schauen zu stark auf die Sprengköpfe, wir müssen stärker auf die Trägerwaffen achten. Was taugt der Atomteststopp, wenn er nicht alle Komponenten einschließlich der konventionellen und der Trägerwaffen einschließt?

Das vollständige Interview

IPPNW

Deutsche Banken unterstützen die Herstellung von Atomwaffen

Deutsche Finanzinstitute unterstützen Unternehmen bei der Herstellung und Modernisierung von nuklearen Waffen. Nach einem neuen Bericht der Internationalen Kampagne für die Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) und ethisches Investment Firma Profundo investieren u.a. Deutsche Bank, Allianz, Commerzbank und BayernLB in die Hersteller von Atomwaffen.

Die 180-seitige Studie "Don´t Bank on the Bomb" (Die Bombe ist eine schlechte Investition) ist die erste globale Umfrage über Investitionen in Herstellerfirmen von Nuklearwaffen. Sie identifiziert mehr als 300 Finanzinstitute in 30 Ländern mit erheblichen Investitionen in Unternehmen, die US-amerikanische, britische, französische und indische Atomsprengköpfe sowie Raketen, Bomber und atomwaffenfähige U-Boote produzieren. Elf der Finanzinstitute sind in Deutschland ansässig.

Der vollständige Beitrag

Appell deutscher Staatsmänner

Vier deutsche Staatsmänner haben die USA und Russland zum Einstieg in die vollständige Abrüstung von Atomwaffen aufgefordert. In einem Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schreiben Altkanzler Helmut Schmidt (SPD), der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker, Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) sowie der SPD-Außenexperte Egon Bahr, die Amerikaner sollten auch alle Atomwaffen aus Deutschland abziehen.

Wortlaut

Appell ehemaliger US-Politiker

Am 4. Januar 2007 veröffentlichten vier prominente US-Politiker aus der Ära des Kalten Kriegs im konservativen "Wall Street Journal" einen Appell, der die Welt doch sehr aufhorchen ließ: Die vier "elder Statesmen" plädieren für eine Welt ohne Atomwaffen ("A World Free of Nuclear Weapons") und schlagen den USA vor, in diesem Bestreben eine Vorreiterrolle zu spielen. Das Quartett der einsichtig gewordenen früheren Politiker setzt sich aus keinen geringeren zusammen wie:

• George Shultz, US-Außenminister von 1982 bis 1989,

• William Perry, US-Verteidigungsminister von 1994 bis 1997,

• Henry Kissinger, US-Außenminister von 1973 bis 1977, und

• Sam Nunn, Vorsitzender des US-Senatsausschusses zur parlamentarischen Kontrolle des US-Verteidigungsministeriums ("Committee on Armed Services") von 1987 bis 1995.

Wortlaut

Wortlaut (engl.)


World Wide Web aixpaix.de