aixpaix macht Pause bis zum 13.7.

Uri Avnery

War Crimes? Us???

Uri Avnery

27.06.2015 – "WAR IS HELL!" the US general George Patton famously exclaimed.

War is the business of killing the "enemy", in order to impose your will on them.

Therefore, "humane war" is an oxymoron.

War itself is a crime. There are few exceptions. I would exempt the war against Nazi Germany, since it was conducted against a regime of mass murderers, led by a psychopathic dictator, who could not be brought to heel by any other means.

This being so, the concept of "war crimes" is dubious. The biggest crime is starting the war in the first place. This is not the business of soldiers, but of political leaders. Yet they are rarely indicted.

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Gershon Baskin

Gershon Baskin

Obviously no peace now, so what then?

24.06.2015It is quite obvious that within the current political constellation on both the Israeli and Palestinian sides there will be no renewal of negotiations for peace. No one seriously believes that either side is really prepared to renew negotiations that could have the slightest chance of producing an agreement. There is deadlock on all of the core issues and the gaps in positions between Israel and Palestine are far too wide to even contemplate how to narrow them.

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Aktion Aufschrei zum Rüstungsexportbericht 2014

Verdoppelung der real erfolgten Kriegswaffenexporte auf 1,8 Milliarden Euro

24.06.2015 – Der heute im Parlament verabschiedete Rüstungsexportbericht 2014 ist der erste, den die CDU/CSU/SPD-geführte Bundesregierung verantwortet.

„Die Gesamtbilanz dieses ersten Jahres der christlich-sozialen Regierungskoalition zeigt keinesfalls die vor der Bundestagswahl versprochene und von uns allen erhoffte Trendwende“, sagt Jürgen Grässlin, Sprecher der Kampagne ‚Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!‘ und der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK). „Im Gegenteil: Die real erfolgten Kriegswaffenexporte wurden von 957 Millionen Euro im Jahr 2013 auf 1,823 Milliarden Euro 2014 verdoppelt. Unter den Bestimmungsländern finden sich erneut zahlreiche menschenrechtsverletzende und kriegführende Staaten“, so Grässlins scharfe Kritik.

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Aachener Friedensmagazin aixpaix.de warnt vor „Friedensbewegung 2015“

Aachener „Friedenswinter-Aktivisten“ agieren jetzt gemeinsam mit Dresdener Ex-Pegida-Frontfrau Kathrin Oertel

23.06.2015 – In einem als „Grundsatzpapier der Friedensbewegung 2015“ bezeichneten Aufruf haben sich Personen aus der neurechten Mahnwachenszene als Erstunterzeichner mit der Dresdner Ex-PEGIDA-Frontfrau Kathrin Oertel zusammengeschlossen. In Aachen gehören die „Friedenswinter-Aktivisten“ Ansgar und Helene Klein sowie Veronika Thomas-Ohst vom Euregioprojekt Frieden e.V. zu den Erstunterzeichnern.

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IPPNW

Die Gefahr einer atomaren Eskalation steigt

18.06.2015 – Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW appelliert angesichts des verbalen Säbelrasselns im Konflikt zwischen Russland und der NATO an Außenminister Steinmeier, sich für die Sicherung der bestehenden „Grundpfeiler der europäischen Sicherheit“, insbesondere der NATO-Russland-Grundakte, sowie der KSE- und INF-Verträge einzusetzen. Die IPPNW ist zutiefst besorgt, dass diese Grundpfeiler weiter erodieren.

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Ping-Pong-Dialog über Perspektiven von Frieden und Friedensbewegung

Was könnte, was sollte die Bundesregierung im Sinne einer Befriedung in Syrien tun?

Andreas Buro, Foto: privat

Andreas Buro: Was könnte, was sollte die Bundesregierung im Sinne einer Befriedung tun? Sicher wäre es als ersten Schritt gut, die diplomatischen Beziehungen zu Damaskus wieder aufzunehmen. Wie soll sie sonst einen Dialog führen? Dabei sollte sie sich darum bemühen, die Bedingungen für humanitäre Hilfe, die tatsächlich bei den Menschen ankommt, zu klären. Parallel dazu sollte sie ihre Unterstützung für die Länder, die eine große Zahl an Flüchtlingen bei sich aufgenommen haben, kräftig ausweiten. Das gilt auch für die Lager in der Türkei, die zum Teil nur mangelhaft oder gar nicht versorgt sind.

Das kurdische Projekt Rojava, zu dem auch die umkämpfte und jetzt völlig zerstörte Stadt Kobane gehört, könnte zu einem Modell für eine syrische Verständigung werden.

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Friedensgutachten 2015

Deutschland muss mehr Verantwortung für den Frieden übernehmen – jenseits militärischen Engagements

09.06.2015 – Im „Friedensgutachten 2015“ appellieren Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen von fünf deutschen Friedens- und Konfliktforschungsinstituten an die Bundesregierung, mehr Verantwortung für den Frieden zu übernehmen.

Sie sprechen sich für eine präventive Außenpolitik und gegen eine vorrangig militärische Konfliktbearbeitung aus.

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Ping-Pong-Dialog über Perspektiven von Frieden und Friedensbewegung

Ein problematischer Aufruf zu Syrien

Andreas Buro, Foto: privat

Andreas Buro: Die Konzentration auf die Ereignisse in der Ukraine hat in der öffentlichen Wahrnehmung den furchtbaren Krieg in Syrien und Irak in den Hintergrund treten lassen. Nun hat es jüngst einen Appell an Frau Merkel, die Abgeordneten des Bundestages und des Europaparlaments gegeben: „Beenden Sie das Aushungern des syrischen Volkes! Schluss mit dem Embargo, damit Syrien Frieden bekommt.“ In dem Text wird vom Elend und der Verfolgung der Bevölkerung gesprochen, allerdings so, als ob die syrische Regierung daran keinen Anteil  hätte. ...

Ich bekenne, ich habe erhebliche Schwierigkeiten mit dem Text. Das beginnt schon mit der Überschrift. Die Aufhebung des Embargos bringt doch noch keinen Frieden für Syrien. Dazu sind dort viel zu viele unterschiedliche Interessen im Spiel oder besser gesagt im Kampf.

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Interview mit Oberkirchenrätin Karen Hinrichs

Karen Hinrichs

„Leitend ist der Gedanke, dass die militärische Sicherheitslogik von einer friedenslogischen Politik abgelöst werden muss“

Ein aixpaix.de-Interview über den Evangelischen Kirchentag und Perspektiven von Friedensbewegung / 08.06.2015

Mit Oberkirchenrätin Karen Hinrichs von der Evangelische Kirche in Baden (EKiBA) sprach aixpaix.de-Herausgeber Otmar Steinbicker über die Bilanz des Kirchentages, den spannenden Weg der badischen Landeskirche zu einer „Kirche des gerechten Friedens“ und Perspektiven der Friedensbewegung. Karen Hinrichs ist in der Kirchenleitung der badischen Landeskirche verantwortlich für Grundsatzplanung und Öffentlichkeitsarbeit.

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Bundesverband entwicklungspolitischer und humanitärer Nichtregierungsorganisationen (NRO)

VENRO: Licht und Schatten beim G7-Gipfel

Berlin, 08.06.2015 – „Auf den ersten Blick gehen vom G7-Gipfel eine Reihe positiver Signale aus“, sagt Dr. Bernd Bornhorst, Vorstandsvorsitzender von VENRO. „Es kommt jetzt darauf an, wie und ob die G7 die selbstgesteckten Ziele umsetzt.“

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Otmar Steinbicker

Die Karten im Nahostkonflikt werden neu gemischt

Otmar Steinbicker, Foto: Beate Knappe

06.06.2015 – Israel begeht den 48. Jahrestag des siegreichen Sechs-Tage-Krieges von 1967 und damit zugleich den Jahrestag der Besatzung der damals eroberten Westbank. Es ist in diesem Jahr für die Rechtsaußenregierung von Ministerpräsident Netanyahu kein glücklicher Gedenktag. Sie steht im Gegenteil unter einem bisher ungewohnten internationalen Druck.

Einem Paukenschlag gleich hatte US-Präsident Barack Obama in einem Interview mit dem israelischen Fernsehsender „Channel 2“, Netanyahu gewarnt, die Glaubwürdigkeit Israels aufs Spiel zu setzen.

Netanyahu hatte im März während des Wahlkampfes seinen Wählern versprochen: „Mit mir wird es keine Zweistaaten-Lösung geben!“ Dass er bereits 24 Stunden später unter dem Druck internationaler Proteste verbal zurückruderte, trug nicht zu seiner Glaubwürdigkeit bei. Obama hielt ihm denn auch vor, seine Definition einer Zweistaaten-Lösung sei mit so vielen Hürden zu versehen, dass sie nicht mehr umsetzbar sei.

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Prof. Dr. Conrad Schetter

Conrad Schetter

„Der Gipfel globaler Verantwortung(slosigkeit): Ein Plädoyer für Nachhaltigkeit anstelle militärischer Aufrüstung“

05.06.2015 – Die G7 ist sicherlich kein Hort der partizipativen Gestaltung der Welt, sondern vielmehr der elitäre Zusammenschluss sieben gleichgesinnter westlicher Industriestaaten. Mit dem bewussten Ausschluss Russlands sowie dem Fernhalten aufstrebender Mächte wie China, Indien, Brasilien oder der Türkei kontrastiert das Zusammentreffen eine sich immer stärker herausbildende, multipolare Weltordnung. Das Treffen mit verlesenen afrikanischen Staatschefs am Rande des Gipfels wirkt daher weniger partizipativ als imperial.

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1500 Israelis warnen in Zeitungsanzeige

Die Besatzung darf nicht 50 Jahre alt werden!

05.06.2015 – In einer ganzseitigen Anzeige in der israelischen Zeitung „Haarez“ warnen mit einem dramatischen Appell 1500 israelische Staatsbürger davor, die Besetzung der palästinensischen Gebiete über das 50. Jahr hinaus, also über 2017, fortzusetzen, und verlangen eine Intervention der internationalen Staatengemeinschaft.

Unter den Unterzeichnern befinden sich acht Israel-Preisträger, die Aachener Friedenspreisträger Uri Avnery und Roni Hammermann, sowie Wissenschaftler und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.

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„Projekt Münchhausen“ / Lügengeschichte des Monats Juni 2015

100 Jahre ANZAC Mythos

25. April 2015 in Australien: Hunderttausende in den großen Städten und im entlegensten Kaff auf den Beinen bei Paraden und Gedenkfeiern, Politikerreden ohne Ende, Gottesdienste, Sondersendungen auf allen TV-Kanälen, Dokumentationen, Fernseh-Serien, Diskussionsrunden, Life-Schaltungen, alle Tageszeitungen mit dicken Beilagen oder Sonderausgaben. Es ist ANZAC Day. Dieses Jahr besonders heftig. Denn es ist ein runder Feiertag: Der 100. Jahrestag. Von was? Einem absurden Gemetzel, bei dem Tausende junge Australier – und Zehntausende junge Männer anderer Nationen - zu Tode kamen.

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VENRO

Flüchtlingskatastrophe – sofortige Verstärkung humanitärer Maßnahmen

26.05.2015 – Angesichts der aktuellen Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer fordert VENRO von der Bundesregierung, sich auf europäischer Ebene für die sofortige Verstärkung humanitärer Maßnahmen einzusetzen.

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Nach dem Ende des „Friedenswinter“

Otmar Steinbicker, Foto: Beate Knappe

Otmar Steinbicker:„Die Friedensbewegung muss endlich im digitalen Zeitalter ankommen!“

23.05.2015 – In dürren Worten teilte das Büro des so genannten „Friedenswinter“ mit: „Mit der Demonstration am 10. Mai in Berlin ist der Friedenswinter beendet. Somit schließt auch das Büro des Friedenswinters und die Mailinglisten werden nicht mehr bedient.“ Weiter heißt es dann: „Auch wenn unser gemeinsames Projekt Friedenswinter nun beendet ist, werden wir in unseren Organisationen und Initiativen weiter für den Frieden aktiv bleiben“

Für aixpaix.de sprach Jonas Voß mit aixpaix.de-Herausgeber Otmar Steinbicker.

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Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN)

Atomwaffenkonferenz in New York gescheitert

23.05.2015 – Nach intensiven Verhandlungen ist die Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags (NPT) gestern Abend in New York ohne Einigung zu Ende gegangen. Dessen ungeachtet haben sich am Ende der Konferenz 107 Regierungen dazu verpflichtet, für ein Verbot und die vollständige Vernichtung von Atomwaffen einzutreten und sich dem „Humanitarian Pledge“ angeschlossen. Die Bundesregierung hat sich verweigert, diese Initiative ebenfalls zu unterstützen.

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Otmar Steinbicker

Die Situation in Afghanistan ist extrem verfahren

Otmar Steinbicker, Foto: Beate Knappe

23.05.2015 – Die Situation in Afghanistan ist extrem verfahren. Eine Friedenslösung, wie sie vor fünf Jahren in greifbare Nähe rückte, erscheint ebenso weit entfernt wie ein Sieg einer der Konfliktparteien. Die Probleme sind so vielschichtig wie lange nicht mehr.

Gegenwärtig erscheint eine weitere Runde eines Bürgerkrieges fast unabwendbar. Die afghanische Regierung und die Taliban reden nicht miteinander, und es gibt so gut wie keine weiteren Gesprächsebenen. Eine Tagung der Puwash-Konferenz in Doha, der Hauptstadt Qatars, Anfang Mai, an der Vertreter der afghanischen Zivilgesellschaft und Exil-Taliban aus Qatar mit explizitem Segen Mullah Omars teilnahmen, zeigte nur vorübergehend einen leichten Hoffnungsschimmer.

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Reiner Bernstein

Die Büchse der Pandora – Reportagen aus Israel und Palästina

Reiner Bernstein

22.05.2015 – Während in der Bundesrepublik in vielen hundert Veranstaltungen der erste Botschafteraustausch zwischen der Bundesrepublik und Israel gefeiert und die deutsch-israelische Wertegemeinschaft gerühmt wurde, ist von Israelis gleich welcher politischen Couleur die ängstliche Frage aufgeworfen worden, ob sich ihr Land auf den Status eines „failed state“ zubewege. Im Zeitalter der Globalisierung von Kommunikation, Hochtechnologien und handelspolitischem Austausch gefällt sich die israelische Politik darin, den Staat an die Wand zu fahren.

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Stoppt den Waffenhandel

Evangelische Landeskirche Baden tritt „Aktion Aufschrei“ bei

Karlsruhe, 12.05.2015 – Die evangelische Landeskirche Baden ist der „Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel“ beigetreten, um damit den Abbau von Rüstungsexporten zu unterstützen. „Unsere ökumenischen Geschwister aus Syrien oder Nigeria sagen uns: Es gibt zu viele Waffen in den falschen Händen. Sie kommen auch aus Deutschland. Tut etwas dagegen. Deshalb wollen wir mit der Rüstungsindustrie reden, mit den Geschäftsleitungen, den Betriebsräten, den Gewerkschaften", erklärte Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh.

Otmar Steinbicker

Gefährliche Blocklogik der Nato: Russland darf nicht aus dem Haus Europa ausgegrenzt werden

Aachener Nachrichten, 11.05.2015

Otmar Steinbicker, Foto: Beate Knappe

Eine der entscheidendsten Fragen, die sich vor 70 Jahren am 8. Mai 1945 stellte, lautete: Wie lassen sich künftig Kriege verhindern? Dass es Konflikte zwischen Staaten sowie innerhalb von Staaten aufgrund unterschiedlicher Interessen gibt, lässt sich nicht vermeiden, aber können solche Konflikte nicht auch ohne Krieg gelöst werden?

Die internationale Staatengemeinschaft schuf damals die Vereinten Nationen vor allem mit dem Ziel, Konflikte politisch zu lösen. Als Haupthindernis erwies sich dabei schon bald die Schaffung großer Militärblöcke in West und Ost. Die Logik der Blockkonfrontation schlug sich nicht zuletzt in zahlreichen Stellvertreterkriegen nieder. Dass es nicht zum großen Krieg zwischen West und Ost kam, verdanken wir vor allem der Erkenntnis, einen Atomkrieg kaum überleben zu können, hin und wieder aber auch einem Quentchen Glück, dass Fehlalarme früh genug als solche erkannt wurden.

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Modernisierung der Atomwaffen in Büchel

Wird ein auf Europa begrenzter Atomkrieg wieder denkbar?

04.05.2015 – Mit völlig modernisierten Atomwaffen in Büchel/Eifel und anderswo in Europa entsteht erstmals seit den 1980er Jahren eine Konstellation, die einen Atomkrieg in Europa möglich erscheinen lässt. Die Bundesregierung beteiligt sich an diesem gefährlichen Projekt.

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„Projekt Münchhausen“ / Lügengeschichte des Monats Mai 2015

Die Lüge vom Raketenabwehrschild gegen Iran

Nach der Grundsatzeinigung, die den Streit um das iranische Atomprogramm beigelegt hat, kommt die Frage auf: Wird jetzt auch das groß angelegte Raketenabwehrsystem der Nato begraben, das angeblich gegen iranische Atomraketen gerichtet war? Die Antwort lautet Nein. Die Behauptung, dass die geplante Raketenabwehr gegen Angriffe aus Iran und Nordkorea entwickelt wurde, ist schlicht eine Lüge.

Am 13. Dezember 2001 kündigte US-Präsident George W. Bush den ABM-Vertrag aus dem Jahr 1972, der die Raketenabwehr der USA und der UdSSR drastisch begrenzt hatte, mit den lakonischen Worten auf: „Heute habe ich Russland dem Vertrag entsprechend formell mitgeteilt, dass die USA sich aus diesem fast 30 Jahre alten Vertrag zurückziehen.“

Von einem Begründungszusammenhang mit Iran war da keine Rede.

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Otmar Steinbicker

Die Gefahr eines Atomkrieges ist wieder deutlich gestiegen

Aachener Nachrichten, 11.04.2015

Otmar Steinbicker, Foto: Beate Knappe

Nach der Grundsatzeinigung, die den Streit um das iranische Atomprogramm beigelegt hat, kommt die Frage auf: Wird jetzt auch das groß angelegte Raketenabwehrsystem der Nato begraben, das angeblich gegen iranische Atomraketen gerichtet war? Die Antwort lautet Nein. Die Raketenabwehr war nämlich nie zu diesem Zweck gedacht. Sie war von Anfang an gegen Russland gerichtet.

Nachdem die Welt während der Kuba-Krise 1962 nur um Haaresbreite einem Atomkrieg entgangen war, hatten die USA und die UdSSR ein vitales Interesse daran, die Gefahr einer gegenseitigen Vernichtung einzudämmen. Die vertragliche Grundlage bildete ab 1972 der ABM-Vertrag, der die Abwehr gegnerischer Atomraketen drastisch einschränkte. Mit diesem Bekenntnis zur eigenen Verwundbarkeit wurde das Prinzip „Wer als erster schießt, stirbt als zweiter“ durchgesetzt, auf dessen Grundlage sich auch auf beiden Seiten die Zahl der Atomwaffen begrenzen ließ.

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Monty Schädel

„Der Winter ist zu Ende!“

Monty Schädel.
Foto: Uwe Hiksch

30.03.2015 – In der Osterzeit liegt es eigentlich nahe, die Aussage „Der Winter ist zu Ende“, auf die Jahreszeit zu beziehen. In der Friedensbewegung dürften dabei viele an aktuelle politische Entwicklungen denken, daran dass in der Bewegung klar gemacht wurde: Friedensbewegung geht nur ohne Nazis!

Worum geht es? Der Putsch in der Ukraine und die daran anschließende Zuspitzung der Krise im Osten dieses Landes wurde Anfang 2014 von vielen hierzulande als bedrohlich empfunden. Auch Gruppen, die außerhalb der Friedensbewegung stehen und nicht zum linken Lager zu rechnen sind, griffen nun Themen wie „Widerstand gegen den Krieg“ und „Frieden“ auf. Es ging ihnen dabei oft nicht wirklich um humanistische Ziele, sondern darum, mit Forderungen und Formulierungen aus unserer Bewegung Menschen anzusprechen und unsere Strukturen zu nutzen.

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Otmar Steinbicker

Deutschlands Außen- und Sicherheitspolitik vor einer Neupositionierung

Aachener Nachrichten, 06.03.2015

Otmar Steinbicker, Foto: Beate Knappe

Deutschlands Außen- und Sicherheitspolitik steht vor einer Neupositionierung. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat bereits für 2016 eine Neufassung des „Weißbuches“ angekündigt, in dem die sicherheitspolitische Lage Deutschlands und der Auftrag der Bundeswehr definiert werden. Erstmalig soll vorab eine gesellschaftliche Debatte über dieses Thema stattfinden.

Die Zeiten vollmundiger Ankündigungen einer „Armee im Einsatz“ und von „deutscher Verantwortung“ in Gestalt von Bundeswehreinsätzen rund um den Globus scheinen Vergangenheit zu sein. Presseberichte zeigen inzwischen einen miserablen und kriegsuntauglichen Zustand der Bundeswehr: marode Kasernen, Fahrzeuge, Hubschrauber und Flugzeuge, die nicht in der Lage sind, einen potenziellen Kriegsschauplatz überhaupt zu erreichen. Vorsichtig deutet Finanzminister Wolfgang Schäuble Bereitschaft an, ab 2017 mehr Geld für die Bundeswehr zu bewilligen. Bis dahin muss der Krieg warten.

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Rezension

Jörg Kronauer, „Ukraine über alles!“

In ihrem Buch „Ukraine über alles!“ kritisieren Jörg Kronauer und Erich Später die Ukraine-Politik des Westens, der EU und insbesondere Deutschlands als „Expansionsprojekt“.

Herausragend an dem Buch ist zuerst einmal die Methode. Beide Autoren bleiben kritisch und geschichtsfundiert, beschränken sich nicht auf Feindbilder und enthalten sich jeglichen Moralisierens. Sie argumentieren klar entlang politischer und ökonomischer Interessen. Insofern ist für sie auch das Handeln des Westens eben nicht monolithisch, sondern von Brüchen durchzogen. Allerdings ist so der Untertitel eines Expansionsprojekt „eines“ Westens missverständlich.

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Paul Schäfer

Friedensbewegung: Worüber wir nachdenken müssen

Paul Schäfer

25.02.2015– Es ist ein geflügeltes Wort geworden: Wir leben in einer aus den Fugen geratenden Welt. Als überholt geltende Konflikte, wie zwischen der westlichen Staatengemeinschaft (NATO/EU) und Russland, eskalieren auf gefährliche Weise; im Nahen und Mittleren Osten droht eine ganze Region zu implodieren, ein Ende schrecklicher Gewalt ist nicht in Sicht. Diese Lage verlangt gebieterisch nach einer wirksameren Friedensbewegung, da die Regierenden entweder weiter Öl ins Feuer gießen oder nicht geeignet erscheinen, um dauerhafte und gerechte Lösungen auf den Weg zu bringen.

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Otmar Steinbicker

Minsk kann nur grobe Richtung für Lösung des Ukraine-Konflikts vorgeben

Aachener Nachrichten, 14.02.2015

Otmar Steinbicker, Foto: Beate Knappe

Die Aufregung um den Ukraine-Gipfel in Minsk hat sich gelegt, die ersten schnell geschriebenen Kommentare sind gelesen. Jetzt lohnt es, gründlicher hinzusehen.

Die wichtigste Erkenntnis: Eine Lösung der Ukraine-Krise kann es nur mit und nicht gegen Russland geben. Vor einem Jahr auf dem Höhepunkt der Maidan-Bewegung hatten Deutschland, Frankreich und Russland gemeinsam ein Abkommen vermitteltet, das die Bildung einer Übergangsregierung sowie die Abhaltung von vorgezogenen Präsidentschaftswahlen noch im Jahr 2014 vorsah. Die ukrainische Opposition, darunter bekennende Rechtsex­tremisten, zog es vor, den verhassten Präsidenten Viktor Janukowytsch sofort zu stürzen. d

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Andreas Buro und Otmar Steinbicker

Ping-Pong-Dialog über Perspektiven von Frieden und Friedensbewegung

Ein Endlos-Gespräch

Bei dem Ping-Pong-Dialog geht es um ein Endlos-Gespräch über grundsätzliche Einschätzungen der internationalen Entwicklung, um konkrete Konfliktherde, tagespolitische Einschätzungen und um strategische Fragen der Friedensbewegung.  

Das Projekt soll die Möglichkeit zu einer zeitnahen Diskussion eröffnen.

Leserinnen und Leser können sich gerne mit Anregungen an die Gesprächspartner wenden unter info@aixpaix.de.

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Ehemalige Admins der Facebook-Gruppe "Aufruf zum friedlichen Widerstand..."

Warum die Friedensbewegung einen Friedensfrühling braucht

19.01.2015 – Einerseits war es eine schöne Vorstellung: Die Friedensbewegung setzt mit einigen Teilen der Mahnwachen den Friedenswinter in Gang. Andererseits kam es leider von Teilen der Friedensbewegung wiederum zu einer klaren Abgrenzung von diesem Zusammenschluss, der für beide Seiten befruchtend sein sollte und es auch ist. Wir halten die Kritik der Teile der Friedensbewegung, denen einige Themen und Theorien der Mahnwachenbewegung suspekt und untragbar schienen, für berechtigt, auch wenn wir uns selbst als durchaus tragbare Bestandteile dieses Friedenswinters verstehen und ihn bisher mitgetragen haben.

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Andreas Buro

Zur Situation der deutschen Friedensbewegung

Stellungnahme des friedenspolitischen Sprechers des Komitees für Grundrechte und Demokratie

Andreas Buro

04.01.2015 – Zum Jahreswechsel werden viele Fragen zur Situation und Zukunft der deutschen Friedensbewegung gestellt. Hier der Versuch zu antworten.

Die unabhängige deutsche Friedensbewegung blickt auf eine über 50 jährige erfolgreiche Arbeit mit vielen Aufs und Abs zurück. Große Mobilisierungen, wie sie keine Partei erreichen konnte, mit Hunderttausenden von Menschen in den 60er Jahren, bei der akuten Bedrohung durch die Stationierung von Mittelstreckenwaffen in den 80ern und bei den bundesweiten Protesten gegen deutsche Beteiligung an US-Interventionskriegen zu Beginn dieses Jahrhunderts. Dazwischen hat sie kontinuierlich und erfolgreich mit großer Expertise Aufklärung über die militärische Entwicklung und die dadurch bewirkten Gefährdungen der Bevölkerung und die Möglichkeiten einer friedlichen Politik betrieben. Heute hat die Bundesregierung keine Mehrheit in der Bevölkerung für Interventionskriege – siehe Afghanistan!

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Paul Schäfer

Warum die Friedensbewegung sich als aufklärerisch verstehen und von irrationalen „Wutbürgern“ unterscheiden muss

Paul Schäfer

21.12.2014 – Bei den Auseinandersetzungen in der Friedensbewegung, die sich auch in heftigen Debatten in der linken Szene widerspiegeln, geht es nicht darum, wer für oder gegen Friedensdemos, wer für oder gegen breite Bündnisse ist. Es geht exakt darum, ob die von einem Teil der führenden Friedensaktivisten verfolgte politische Linie der Öffnung zur sog. „neuen Friedensbewegung“ angebracht und weiterführend ist, oder ob sie im Gegenteil auf einen Irrweg führt. Unter dieser neuen Friedensbewegung werden die „Mahnwachen“ (auch Montagsdemos genannt), die sich seit einiger Zeit gebildet haben und dabei gegen eine, so ihre Sicht, von der aggressiven Politik der NATO ausgehende Kriegsgefahr auftreten. Unter der Überschrift „Friedenswinter“ sollen sich nun alte Friedensbewegung (wer ist das?) und neue Bewegung vereinen.

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Israelisch-Palästinensische Initiative „Combatants for Peace“

„Ohne Hoffnung gibt es kein Leben“

Foto: Hai Askenazi

Ein aixpaix-Gespräch mit Hai Ashkenazi und Jamil Qassass

02.12.2014 – Im September 2014 besuchte der israelische Friedensaktivist Hai Askenazi die Redaktion des Aachener Friedensmagazins aixpaix.de. Jetzt antworteten Hai Askenazi und sein palästinensischer Mitstreiter Jamil Qassass auf aktuelle Fragen von aixpaix-Herausgeber Otmar Steinbicker.

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Naqibullah Shorish

Der IS ist eine Riesengefahr für alle islamischen Staaten

Naqibullah Shorish, Foto: Harald Krömer

04.11.2014 – Der IS ist nicht nur eine Gefahr für die USA und Europa, er ist eine Riesengefahr für alle islamischen Staaten, insbesondere für die Staaten, in denen Marionettenregierungen mit Gewalt ihre unislamischen Gesetze zu Lasten der Bevölkerung durchsetzen.

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Dossier VII der Kooperation für den Frieden

Der Ukraine-Konflikt – Kooperation statt Konfrontation

14.08.2014 – Der Ukraine-Konflikt, der noch vor drei Jahren kaum vorstellbar war, birgt gefährliches Eskalationspotential in sich. Er spielt sich auf drei Ebenen ab, der Konfrontation zwischen den West- und Ost-Großmächten, auf der Ebene der innergesellschaftlichen Gegensätze der Ukraine und im bislang wenig beachteten Bereich zwischen den USA und der EU.

Das Dossier der Kooperation für den Frieden hat zum Ziel die Möglichkeiten einer Deeskalation darzustellen und damit einen Weg vorzuzeichnen, der Konfrontation zu Kooperation werden lässt.

Das Dossier zum Download

Andreas Buro

Andreas Buro

Der fünfte Weltkrieg

13.06.2014 – Wir gedenken der Kriege zwischen 1914 und 2014, 100 Jahre, Anlass in Trauer zurück zu blicken. Welcher Wahnsinn! Hätte der bosnische Anarchist im August 1914 in Sarajewo nicht auf den österreichischen Thronfolger und seine Frau gefeuert, oder hätte er vorbei geschossen, dann wäre die Weltgeschichte anders verlaufen. Oder wäre der deutsche Kaiser nicht so verliebt in den Bau von Kriegsschiffen gewesen – so eine Marotte!

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Pressemitteilung

Friedensbewegung startet „Projekt Münchhausen“, um Kriegslügen bloßzustellen

25.02.2014 – Auf Initiative des bekannten Friedensforschers, Prof. Dr. Andreas Buro, haben namhafte Wissenschaftler und Persönlichkeiten aus der deutschen Friedensbewegung das „Projekt Münchhausen“ gestartet, um Kriegslügen bloßzustellen. Bei diesem Projekt geht es darum, Legitimationsideologien vom „Gerechten Krieg“, dem „Militär als letztem Mittel“, der „Humanitären Intervention“ und andere als Lügen zu entlarven, die dazu dienen sollen, der Bevölkerung Rüstung und Krieg schmackhaft zu machen.

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Gershon Baskin

Gershon Baskin

My Conversation With Hamas

11.10.2013 – From June 2006 until October 2011, Ghazi Hamad, deputy foreign minister of the Hamas government in Gaza, and I, Gershon Baskin, founder of IPCRI, the Israel Palestine Center for Research and Information conducted a secret back-channel negotiation for the prisoner exchange deal that released Israeli soldier Gilad Shalit for 1,027 Palestinian prisoners. After successfully bridging what were thought to be unbridgeable gaps, we continued to talk to find a way of bringing about a long-term ceasefire between Hamas and Israel. Our last conversation was over the phone on Oct. 2.

Otmar Steinbicker

Was soll eine Armee tun, die nicht mehr verteidigen kann und muss?

Aachener Nachrichten, 19.07.2013

Otmar Steinbicker, Foto: Beate Knappe

1648, nach Beendigung des Dreißigjährigen Krieges, geschah Ungeheuerliches! Die Stadtmauern, die zuvor als unabdingbare Voraussetzung von Sicherheit dienten, wurden eingerissen.

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Interview mit dem afghanischen Stammesführer Naqibullah Shorish

Eine Friedenslösung für Afghanistan ist immer noch möglich

Naqibullah Shorish, Foto: Harald Krömer

12.06.2013 – Das Jahr 2014 mit dem angekündigten Abzug der NATO-Kampftruppen naht mit Riesenschritten. Gibt es noch eine Chance für den Frieden oder wird Afghanistan im Bürgerkrieg versinken? aixpaix.de-Herausgeber Otmar Steinbicker führte mit Naqibullah Shorish, dem wichtigsten Stammesführer Afghanistans, ein langes Gespräch über die aktuelle Situation, über Geheimgespräche mit den Taliban im Jahr 2010 und über verbleibende Chancen.

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© aixpaix.de, Otmar Steinbicker, Neuenhofer Weg 23, 52074 Aachen, info@aixpaix.de


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Andreas Buro und Otmar Steinbicker
Ping-Pong-Dialog über Perspektiven von Frieden und Friedensbewegung

Bei dem Ping-Pong-Dialog geht es um ein Endlos-Gespräch über grundsätzliche Einschätzungen der internationalen Entwicklung, um konkrete Konfliktherde, tagespolitische Einschätzungen und um strategische Fragen der Friedensbewegung.  

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Zum Ping-Pong-Dialog 

Projekt Münchhausen

Das Projekt Münchhausen fordert alle auf, die Geschichten der großen und kleinen Kriegslügen zu erzählen, mit denen die Menschen zur Gewalt gegen einander verführt wurden – von den Kreuzzügen, über den angeblich Gerechten Krieg, den Tonking-Zwischenfall an den Küsten Vietnams, bis zur dreisten Lüge des US-Außenministers über die Atombomben des Saddam Hussein und dem Militär als letztem Mittel der angeblich Humanitären Intervention?

Zum Projekt Münchhausen

Dossier VII
Der Ukraine-Konflikt

Das Dossier der Kooperation für den Frieden hat zum Ziel die Möglichkeiten einer Deeskalation darzustellen und damit einen Weg vorzuzeichnen, der Konfrontation zu Kooperation werden lässt.

Das Dossier

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